Elektroinstallation · VDE · DGUV · Deutschland
Elektrische Hausinstallationen prüfen und warten
Technische Hintergrundinformationen zur Prüfung, Wartung und Sicherheit elektrischer Anlagen in Wohngebäuden nach deutschen Normen und Vorschriften.
Aktuelle Beiträge
Fachbeiträge zur Elektroinstallation
Informationen zu häufigen Fragen rund um die elektrische Sicherheit in Wohngebäuden.
Sicherungskasten prüfen: Zustand und Sicherheitsmerkmale beurteilen
Der Sicherungskasten ist das Herzstück jeder Hausinstallation. Welche Bauteile er enthalten sollte, welche Merkmale auf Erneuerungsbedarf hinweisen.
Elektroinstallation in älteren Gebäuden: Risiken und typische Schwachstellen
Viele Wohngebäude in Deutschland verfügen über Elektroinstallationen aus den 1960er und 1970er Jahren. Typische Merkmale und Risiken im Überblick.
DGUV Vorschrift 3: Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen und Betriebsmittel
Wer ist zur Prüfung verpflichtet? Welche Fristen gelten? Erläuterung der DGUV Vorschrift 3 für Gebäudeeigentümer und Betreiber.
Grundlagen
Wichtige Normen und Vorschriften
Die elektrische Sicherheit in deutschen Wohngebäuden wird durch VDE-Normen, DIN-Normen und Unfallverhütungsvorschriften geregelt.
DIN VDE 0100
Die Normenreihe DIN VDE 0100 „Errichten von Niederspannungsanlagen" bildet die technische Grundlage für alle Elektroinstallationen in Deutschland. Sie legt Mindestanforderungen für Schutzmaßnahmen, Schutzleiter, Stromkreise und Betriebsmittel fest.
DGUV Vorschrift 3
Die DGUV Vorschrift 3 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" verpflichtet Arbeitgeber zur regelmäßigen Prüfung elektrischer Anlagen. Im gewerblichen Bereich sind Prüffristen einzuhalten; für private Wohngebäude ohne gewerbliche Nutzung besteht keine Pflicht, aber eine Empfehlung.
VDE 0105-100
DIN VDE 0105-100 regelt den Betrieb von elektrischen Anlagen. Sie enthält Anforderungen an die Qualifikation von Elektrofachkräften und schreibt vor, welche Arbeiten ausschließlich durch ausgebildetes Fachpersonal ausgeführt werden dürfen.
Schutzleiterpflicht
Seit den 1970er Jahren sind Schutzleiter (PE-Leiter) in deutschen Installationen vorgeschrieben. Ältere Zweileiter-Installationen ohne Schutzleiter entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und erfordern bei umfangreicheren Renovierungen eine Anpassung.
FI-Schutzschalter
Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD / FI-Schalter) nach DIN VDE 0100-410 schützen vor lebensbedrohlichen Körperströmen. In Neu- und Altbauten nach heutigem Stand sind sie in Nassräumen und Außensteckdosen vorgeschrieben; neuere Normen empfehlen sie in allen Bereichen.
Überspannungsschutz
Nach DIN VDE 0100-443 wird in Neuinstallationen ein Überspannungsschutz (SPD) empfohlen. Er schützt elektrische Geräte vor transienten Überspannungen durch Blitzeinschlag oder Schalthandlungen im Versorgungsnetz.
Messung und Prüfung
Prüfgeräte und Messverfahren
Typische Prüfungen bei der Elektroinstallation
Elektrofachkräfte setzen für die Prüfung elektrischer Anlagen zugelassene Mess- und Prüfgeräte ein. Standardmäßig werden gemessen: Isolationswiderstand, Schutzleiterwiderstand, Schleifenimpedanz und Auslösecharakteristik von FI-Schutzschaltern.
Das Ergebnis wird in einem Prüfprotokoll dokumentiert, das dem Auftraggeber ausgehändigt wird. Die Dokumentation dient als Nachweis bei Versicherungsfällen und im Rahmen von Immobilientransaktionen.
Elektrische Prüfungen an Anlagen und Betriebsmitteln dürfen in Deutschland ausschließlich durch Elektrofachkräfte gemäß DIN VDE 0105-100 durchgeführt werden. Privatpersonen ohne entsprechende Qualifikation dürfen keine Spannungsmessungen an der Hausinstallation vornehmen.
Digitale Multimeter sind ein Standardwerkzeug bei der Überprüfung elektrischer Anlagen durch Fachkräfte.
Kontakt
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Häufige Fragen